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Stress. Wenn der Körper Alarm schlägt

  • MW Resilienzberatung
  • 4. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. März

Stress gehört zu unserem modernen Leben dazu. Jeder Mensch kennt Situationen, in denen der Körper plötzlich angespannt reagiert: Das Herz schlägt schneller, die Atmung wird flacher, die Muskeln spannen sich an und die Gedanken beginnen zu rasen oder sich im Kreis zu drehen. So unangenehm diese Reaktion auch sein mag, sie ist biologisch äusserst sinnvoll und ein uralter Schutzmechanismus, der uns hilft, blitzschnell auf Gefahr zu reagieren.



Wenn unser Gehirn eine Situation als Gefahr, Bedrohung oder Herausforderung bewertet, wird ein biologisches Alarmprogramm im Körper aktiviert. Diese sogenannte Stressreaktion wird hauptsächlich über zwei Systeme gesteuert: Das Nervensystem und das Hormonsystem. Beide sorgen dafür, dass der Körper innerhalb von Sekunden genug Energie für eine Flucht- oder Kampfreaktion zur Verfügung hat und dadurch besonders leistungsfähig ist. Unseren Vorfahren hat dieses innere Programm das Überleben gesichert. Und auch heute kann akuter, kurzzeitiger Stress durchaus von Nutzen sein. Beispielsweise bei wichtigen Prüfungen oder Präsentationen, bei anspruchsvollen Aufgaben, die unsere volle Aufmerksamkeit erfordern oder wenn wir in unerwarteten Situationen schnell handeln und unsere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit deutlich steigern müssen. Sobald diese Situationen jedoch vorbei sind, braucht der Organismus Ruhe und Erholung. Wenn diese ausbleibt, wird es problematisch. Unser Körper ist zwar sehr leistungsfähig. Doch auf Dauer ist ein gesundes Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung eine wesentliche Voraussetzung für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Wenn Stress - ohne ausreichende Erholung - über längere Zeit anhält und chronisch wird, verbraucht unser Körper immer mehr Energie. Und es braucht nicht besonders viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass der Energievorrat irgendwann aufgebraucht ist. Das führt unweigerlich in eine Sackgasse und langfristig zu Erschöpfung, Energielosigkeit oder Depression, zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen, zu innerer Unruhe oder erhöhter Reizbarkeit.


Natürlich lässt sich Stress nicht vollständig vermeiden. Und das ist auch gar nicht nötig. Entscheidend ist vielmehr, wie wir mit Stress umgehen. Hier spielen drei Ebenen eine zentrale Rolle: Die Stressauslöser, die Stressverstärker und die Stressreaktion. Auf all diesen Ebenen können wir mit verschiedenen Stressbewältigungsstrategien ansetzen und zu einer signifikanten Entlastung beitragen. Doch dazu müssen wir zuerst einmal wahrnehmen und verstehen, was uns stresst, wie wir auf verschiedene Stressfaktoren reagieren und welche inneren Antreiber dahinter stecken.


Die drei Stressebenen

  1. Stressauslöser sind die äusseren Anforderungen, die den Organismus in Alarmbereitschaft versetzen. Dazu gehören zum Beispiel Zeitdruck, Konflikte, hohe Verantwortung, Mehrfachbelastungen in Familie und Beruf oder Konflikte.

    Welche Stressoren nimmst du im Alltag als besonders belastend wahr? Und welche kannst du aktiv beeinflussen und reduzieren? Wer könnte dich dabei unterstützen?

  2. Stressverstärker sind tief verankerte Überzeugungen (z.B. „Ich muss perfekt sein“, „Ich darf niemandem zur Last fallen“ oder „Ich muss mich anpassen“), die den Druck zusätzlich verstärken und uns mitunter daran hindern, ungesunde Verhaltensmuster abzulegen.

    Welche Dinge triggern dich besonders und welche Glaubenssätze könnten dahinter stecken?

  3. Stressreaktionen sind die körperlichen, emotionalen und gedanklichen Reaktionen unseres Organismus, sowie unsere Verhaltensweisen auf bestimmte Stressauslöser.

    Welche körperlichen Signale nimmst du bei dir wahr? Welche Gefühle und Gedanken sind da? Wie verhälst du dich, wenn du gestresst bist? Was hilft dir, um dich zu entspannen und wieder ins emotionale Gleichgewicht zurückfinden?


Bist du gestresst, überfordert oder fühlst dich am Limit?

Dann buche gerne meine "Psychologische Beratung bei Stress & Überforderung".



 
 
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