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Wie du zu mehr Energie und Kraft im Alltag kommst

  • MW Resilienzberatung
  • 13. März
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Wir sprechen oft davon, dass wir keine Energie mehr haben, dass uns etwas Energie kostet oder dass wir regelrecht unter Strom stehen. Diese Aussagen sind mehr als nur Redewendungen. Energie ist unsere Lebensgrundlage. Wir sind Energie. Und unser Energielevel wird durch unser Denken, Fühlen und Handeln und wie wir mit den Herausforderungen des Alltags umgehen, beeinflusst. Wenn man sorgsam mit sich und seiner Energie umgeht, wenn man darauf achtet, worauf man seine Aufmerksamkeit lenkt, sich immer wieder Inseln der Ruhe und Freude gönnt und sich mit Menschen umgibt, die einem gut tun, schafft man eine wesentliche Voraussetzung für innere Ruhe und Klarheit, für Resilienz, Wohlbefinden und Gesundheit.



Grundsätzlich bedeutet Energie die Fähigkeit, etwas zu bewirken oder Arbeit zu leisten. Ohne Energie gibt es keine Bewegung, kein Wachstum, kein Leben. In der Physik beschreibt Energie eine Kraft, die Veränderungen ermöglicht. Energie kann dabei nicht verloren gehen, sondern nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden. Dieses Prinzip nennt man das Gesetz der Energieerhaltung. Auch der menschliche Körper funktioniert nach diesem Prinzip. Wir nehmen Energie über Nahrung auf, der Körper verwandelt diese in chemische Energie und nutzt sie für Bewegung, Stoffwechsel, Denken und viele andere Prozesse. Wenn wir im Alltag von Energie sprechen, meinen wir meist etwas Umfassenderes als die körperliche Kraft. Gemeint ist dann ein Gefühl von Vitalität, Lebendigkeit und innerer Stabilität. Diese Energie zeigt sich zum Beispiel darin, wie konzentriert wir arbeiten können, wie motiviert wir uns fühlen, wie gut wir mit Stress umgehen können und wie präsent wir im Kontakt mit anderen Menschen sind. Sie wird durch biologische, psychologische und soziale Ressourcen beeinflusst und bestimmt massgeblich, wie wir unseren Alltag erleben und gestalten.


  1. Die biologische Ebene:

    Unser Körper braucht grundlegende Bedingungen, um leistungs- und überlebensfähig zu bleiben. Dazu gehören ausreichend Schlaf, regelmässige Bewegung, frische Luft und Tageslicht, gesunde Ernährung, genug zu Trinken, regelmässige Entspannungs- und Erholungsphasen und natürlich auch körperliche Gesundheit.


  1. Die psychologische Ebene:

    Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, dorthin fliesst unsere Energie. Unsere Gedanken, Gefühle und unsere innere Haltung prägen deshalb massgeblich, wie energiegeladen oder erschöpft wir uns fühlen. Achtsamkeit, eine gute Selbstwahrnehmung, Dankbarkeit, realistische Erwartungen an uns selbst sowie die Orientierung an unseren Werten stärken unser inneres Gleichgewicht.


  1. Die soziale Ebene:

    Menschen sind soziale Wesen. Beziehungen sind deshalb auch eine besonders kraftvolle Energiequelle, wenn sie auf gegenseitiger Wertschätzung und Unterstützung basieren, wenn man gemeinsam lachen und schöne Momente und Erlebnisse teilen kann. Im Umkehrschluss bedeutet ein sorgsamer Umgang mit der eigenen Energie aber auch, Prioritäten und Grenzen zu setzen und sich bewusst von belastenden Situationen und toxischen Beziehungen abzugrenzen oder diese ganz zu meiden.


Diese drei Bereiche stehen in Wechselwirkung zueinander. Sind sie im Gleichgewicht, fühlen wir uns kraftvoll, klar und stabil. Gerät einer dieser Bereiche jedoch aus der Balance, hat dies Einfluss auf die anderen und zehrt an unseren Energiereserven. Wer also beispielsweise schlecht schläft (biologisch), ist schneller gereizt (psychologisch) und das wirkt sich wiederum ungünstig auf das soziale Miteinander aus. Wir haben es also zu einem grossen Teil selbst in der Hand, wie wir mit der uns verfügbaren Energie haushalten wollen, ob wir das, was uns gut tut, pflegen und das, was uns Energie raubt, meiden.


Achtsamer Umgang mit den eigenen Energiereserven:

  • Auf die Signale des Körpers achten und regelmässig für Erholung und Ausgleich sorgen

  • Stressverstärkende Gedanken und Bewertungen wahrnehmen und transformieren

  • Wertschätzende und unterstützende Beziehungen aufbauen und pflegen

  • Freudvolle und entspannende Aktivitäten im Alltag pflegen und gleichzeitig belastende, stressauslösende Situationen und Begegnungen vermeiden


Hilfreiche Fragen für mehr Energie im Alltag:

  • Wie fühle ich mich gerade? Wie viel Energie habe ich auf einer Skala von 1-10?

  • Gibt mir diese Situation Energie? Oder raubt sie mir Energie?

  • Wer oder was tut mir gut? Wann bin ich besonders ausgeglichen und in meiner Mitte?

  • Wer oder was raubt mir Energie? Wann fühle ich mich besonders erschöpft?

  • Wo darf ich mich noch mehr abgrenzen? Und was sollte ich ganz vermeiden?

  • Welche Selbstfürsorge-Routine würde mein Energie-Kraft-Fass wieder auffüllen?

  • Mit welchen Menschen würde ich gerne mehr Zeit verbringen?



 
 
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